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Nachdenklich

Hypomanie vs. Manie: Der Unterschied und meine Erfahrung

Ein Pfeil der die Hochphase der (Hypo-)Manie symbolisiert

Zuerst einmal kurz zur Manie und was der Unterschied zu einen Hypomanie ist. Bei der Manie handelt es sich um einen Zustand des Hochs. Personen in einer Maniephase haben meist eine gehobene Stimmung und einen gesteigerten Antrieb. Die Betroffenen sind sehr stark energiegeladen, unaufhaltsam und haben einen enormen Tatendrang. Ideenfluten und Rededrang sind oft mit inbegriffen und der Schlafbedarf geht stark zurück. An für sich hört sich das erstmal nicht so schlimm an oder? Es kann aber auch zu riskantem Verhalten wie einem Kaufwahn oder verantwortungslosem Verhalten im Straßenverkehr führen - ausgelöst durch Selbstüberschätzung oder Größenwahn.

Die Hypomanie ist einer mildere Form der Manie. Es führt zu gehobener oder gereizter Stimmung, viel Energie und einem milderen Schlafbedürfnis. Die Leistungsfähigkeit ist ungewöhnlich hoch, die kreativ steigt enorm und man ist allgemein voller Lebensfreude. Die Betroffenen haben, im Gegensatz zur Manie, aber meist noch die Kontrolle über ihre Handlungen und erleiden keinen Realitätsverlust.

Ich denke, dass die meisten Hochphasen bei mir einer Hypomanie entsprechen. In dieser Zeit scheine ich so gut wie alles leisten zu können. Ich fange sehr viele Projekte an, bin an ziemlich vielem interessiert und finde abends einfach keinen Schluss, wenn ich mich in ein Projekt vertieft habe. Tausende von Gedanken kommen mir ins Gedächtnis - was kann ich noch tun? wie kann ich etwas noch besser machen?
Auf der Arbeit bin ich in dieser Zeit in einer Art Tunnelblick. Mein gesamter Fokus scheint auf den aktuellen Aufgaben zu liegen. Ich kann während dieser Phase scheinbar mühelos verschiedene Tätigkeiten ausführen und mich scheint das nicht zu ermüden. Die 8 Stunden Arbeit reichen mir oft nicht aus, um mich auszupowern. Entweder ich arbeite weiter an meinen beruflichen Projekten oder ich beschäftige mich privat mit einem Themen.

Diese Zeit fühlt sich wie eine grenzenlose Zufriedenheit an in der nichts zu fehlen scheint. Alles was ich ausprobiere scheint perfekt zu funktionieren. Dann tritt eine höher, weiter, schneller Einstellung in Kraft, die die Leistung weiter antreibt. An der Spitze zum Übergang in eine Depression fällt die Leistung ab. Es scheint so als würde die innere Gedankenwelt mit der Realität zu kollidieren. Da ich diesen Zustand gerne so lange wie möglich aufrecht erhalten will, setzte ich mehr Druck dahinter, um die Leistung aus der Hochphase aufrecht zu erhalten. Das führt zu Frust, da sich dieses Leistungbild einfach nicht aufrecht erhalten lässt.

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