Achtung
Ich bin kein Psychotherapeut sondern Patient. Dieser Artikel enthält meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit meinen eigenen Depressionen. Anwendung der hier beschrieben Eindrücke und Erkenntnisse auf deine eigene Erkankung erfolgt auf eigene Gefahr. Wenn du dich gerade in einer akuten Situation befindest oder mit deinen Depressionen nicht umgehen kannst zögere nicht dir professionelle Hilfe zu holen.
Zu den Depressionen #
In diesem Artikel möchte ich mich mit Depressionen beschäftigen. Ich selbst habe seit vielen Jahren immer wieder mit solchen Phasen zu kämpfen gehabt und ich dachte sehr lange ich bin diesen Phasen einfach ausgesetzt und muss diese durchstehen. Ein Video welches mir eine andere Sichtweise auf diese Erkrankung gegeben hat, ist das folgende:
Jim Carrey beschreibt Depressionen als ein Abwehrmechanismus gegen dich selbst. Ähnlich wie der Körper, der auf Krankheitserreger mit Fieber reagiert. Hier ist es die Psyche, die den Charakter mit dem du durchs Leben gehst nicht mehr ertragen kann. Deine Psyche versucht alles, um diesen Eindringling (den falschen Charakter) zu bekämpfen. Das äußert sich in dem was wir als Depressionen bezeichnen.
Wenn ich so darüber nachdenke trifft das definitiv auch auf mich zu. Früher wollte ich die Welt sehen, viel Entdecken und etwas sinnvolles schaffen. Kein Wunder, dass meine Psyche nicht besonders gut darauf reagiert, dass heute hauptsächlich Stress, Effizienz und Output mein Leben ausmachen. Nicht weil das an für sich nicht auch dazu gehört sondern weil einfach das Gleichgewicht fehlt. Es wundert mich daher nicht, dass nach einem Urlaub mein Schädel sagt: "Davon brauche ich mehr".
Doch wie soll man das hinbekommen wenn einem einfach die Energie fehlt. Depressionen sind keine Einbildung nach dem Motto "Ich habe keinen Bock". Für mich fühlt es sich wie eine erdrückende Leere an. Mir fehlt meine gesamte Kraft. Selbst das Aufstehen fällt mir schwer und eine Hoffnungslosigkeit tritt in den Vordergrund. In der Leere treten viele negative Gedanken auf und Selbstzweifel bestimmen den Alltag. Es ist also kein Wunder, dass ich dieser Zeit ziemlich viel Schlaf benötige. Mein Kopf braucht eine tiefe Ruhe von dem Leben und Charakter, dass ich aufgebaut habe.
Wie soll man etwas ändern? Zunächst einmal braucht man das Verständnis für die Krankheit. Als erstes muss man seine Probleme verstehen, die zu den Depressionen geführt haben. Wenn ich weiß, was genau meine Psyche dazu gebracht hat depressiv zu sein kann man damit beginnen an diesen Problemen zu arbeiten. Es wird nicht von heute auf morgen besser und dauert unter Umständen Jahre + viele weitere depressive Phasen bis man am Ziel ist. Nun kann ich die Depressionen aber als Wegweiser betrachten, der mich warnt, wenn ich einen falschen Weg einschlage.
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