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Hoffnungsvoll

Die Zeit nach der psychiatrischen Klinik

Bildbeschreibung
Heute möchte ich darauf eingehen, wie meine Entlassung aus der psychiatrischen Klinik abgelaufen ist und was ich in den ersten Wochen danach gemacht habe. Es geht um die Tipps, die ich mit auf den Weg bekommen habe, um meine drei Wochen Krankschreibung zu Hause und darum, wie mir die stufenweise Wiedereingliederung den Einstieg ins Berufsleben erleichtert hat.

🗣️ Das Gespräch vor der Entlassung #

Kurz vor meiner Entlassung hatte ich ein Gespräch mit der Sozialarbeiterin meiner Station. Sie empfahl mir eine berufliche Wiedereingliederung, die mir den Einstieg in den Arbeitsalltag erleichtern sollte. Außerdem gab sie mir den Rat, einen Wochenplan aufzustellen. Er sollte mir helfen, feste Termine mit Aktivitäten einzuhalten, die mir Freude bereiten.

Bevor ich nach Hause gehen durfte, sprach ich noch mit den Stationsärzten. Sie erklärten mir meine Diagnose noch einmal und rieten mir, einen Krisenplan zu erstellen. In einem Krisenplan hält man fest, woran man erste Warnzeichen erkennt, was einem in so einer Situation hilft und wen man anrufen kann. Ich habe dem Krisenplan damals keine Chance gegeben. Vielleicht wird es mal Zeit es auszuprobieren. Danach wurde ich zurück in meine gewohnte Umgebung entlassen.

☕ Der Entlassungstag #

Am Entlassungstag musste ich das Zimmer schon am Vormittag verlassen, damit der nächste Patient einziehen konnte. Weil ich erst um 14 Uhr abgeholt wurde, verbrachte ich die Zeit im Café auf dem Klinikgelände. Dort traf ich meinen damaligen Zimmergenossen, und wir tauschten uns eine Weile über unsere Erfahrungen aus.

Ich war in der Klinik die meiste Zeit mit mir selbst beschäftigt. Unterhaltungen mit anderen Patienten kamen nur selten zustande. Im Nachhinein kann ich jedem nur raten, auf offenen Stationen den Kontakt zu den anderen zu suchen. Es geht einem meistens besser, wenn man merkt, dass man mit seinen Sorgen nicht allein ist.

🏠 Drei Wochen krankgeschrieben #

Ich möchte ehrlich sein: Bei meiner Entlassung dachte ich wirklich, dass jetzt alles wieder in Ordnung ist. Schließlich bekam ich jetzt Medikamente. Dass es so einfach nicht ist, musste ich in den letzten Jahren das eine oder andere Mal lernen.

In den ersten Wochen habe ich das allerdings noch nicht gemerkt. Ich war einfach nur froh, noch da zu sein. Die Zeit der Krankschreibung nutzte ich, um mich zu Hause wieder einzuleben. Ich habe viel gelesen und bin spazieren gegangen. Eines meiner Projekte war der Bau eines Regals für mein Zimmer.

💡 Mein Tipp: Die Hilfsmittel wirklich ausprobieren #

Wenn du aus einem Klinikaufenthalt kommst, setze dich mit den Methoden, die du dort gelernt hast, genauer auseinander. Ich habe das damals nicht wirklich getan. Gerade ein Krisenplan kann in einer akuten Situation helfen. Die Frage ist nur, ob man in diesem Moment daran denkt. Deshalb lohnt es sich, ihn vorher einmal in Ruhe durchzugehen und an einen Ort zu legen, an dem man ihn schnell findet.

🌱 Wie es weiterging #

Nach den drei Wochen zu Hause begann die berufliche Wiedereingliederung.

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Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Haftungsausschluss